CHELMIII und ATHYNA auf KRETA HOME     IMPRESSUM     E-MAIL     SITEMAP 

Chersonissos

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Fünf Tage Rundreise
 
Unterkunft: Hotel Matamy Beach (Stalis), Maria's Taverne (Xerokamos)
Ziele:
Stalis, Sikia, Xerokampos, Ziros, Voilá, Zakros, Koutsounari

Gegen 9.15 Uhr ging es los Richtung Stalis. Wir hatten schon vor Wochen ein Treffen mit unserem alten Freund Horst Stegemann verabredet. Gegen Mittag trafen wir wohlbehalten in Stalis ein und parkten sofort am Hotel „Palm Beach“ Horst erwartete uns schon und nach der langen Fahrt schmeckte das Mythos wunderbar. Zum Mittagessen lud uns Horst in das „Kreta-Restaurant“ zu Martha und Michael ein. Das war ein Hallo, als Athyna und ich so plötzlich vor ihnen standen. Da wir ja mehrere Tage in Stalis und Umgebung bleiben wollten, stellte sich die Frage nach einem Quartier. War es Zufall oder Glück??? Sohnemann Elefthèrios (kurz Lefti) machte uns einen wunderbaren Vorschlag. Das Hotel „Matamy Beach“ nebenan, früher „Drunken Duck“ war völlig neu renoviert und für 30,--€uronen sehr preiswert. Lange Rede, kurzer Sinn, das war unsere Bleibe für die nächsten zwei Nächte.
Das nächstes Ziel in Stalis war selbstverständlich das Hotel „Alcionides“ Alle unsere Freunde waren da, Christopher, Dimitri, Papa Janny, Thamy und der Wuschel Rocky. Wir wurden, wie immer sehr herzlich begrüsst. Schmerzlich vermissten wir dagegen Melina, Sie war vor einigen Monaten freiwillig aus dem Leben geschieden, für uns immer noch unvorstellbar.
Nach einem tollen Abendessen und Abschluss im Kretarestaurant bezogen wir das Superzimmer im Hotel und genossen die dortigen Annehmlichkeiten. Für den nächsten Tag hatte uns Horst im altbekannten Restaurant bei Martha und Michael zum üppigen Frühstück eingeladen und wir besprachen gleichzeitig den Tagesablauf. Mit unserem Auto fuhren wir drei in das kleine Fischerdorf „Milatos“ zu unseren langjährigen Freunden „Eleni und Sokrates“. Auch hier war die Begrüßung wie immer sehr herzlich. Es begann ein langer Gedankenaustausch und das kühle Blonde schmeckte dazu natürlich sehr gut. Später tischten die beiden alle guten Dinge aus der Küche auf und Horst, Athyna und ich haben gelebt wie Gott auf Kreta. Am Abend waren wir dann noch ein letztes Mal im Alcionides und nahmen einen Dämmerschoppen zu uns.

Nach einem wieder mal üppigem Frühstück, wurde unsere nächste Station angepeilt, Ferma, Koutsounari, Ierapetra??? mal sehen…….
Zunächst hieß es jedoch, Tschüss Horst, Tschüss Stalis und los ging es Richtung „Mochos“ auf die neue Schnellstrasse und weiter nach „Kastelli“. Wir folgten der Strasse nach Süden und kamen u.a. durch „Panagia“. Wenig später machten wir in „Thomadiano“ eine kleine Rast, wo wir zu unseren Getränken, Tomaten, Gurken, Oliven und Schafskäse bekamen und die alte Dame sehr um uns bemüht war.

In „Martha“ bogen wir nach Osten ab und passierten „Ano Viannos“ , später „Vahos“ (grosser Aussichtspunkt), bevor wir die erste größere Stadt „Mirtos“ am „Libyschen Meer“ erreichten. Es war bereits Nachmittag geworden, als wir Richtung „Ierapetra“ fuhren. Wir kamen durch das riesige Gemüseanbaugebiet der Orte „Anatoli, Stomion und Gra Ligia“ Die Einheimischen waren damit beschäftigt die großen LKW’s zu beladen ............es herrschte Hochbetrieb.

In Ierapetra fuhren geradewegs an der Küste entlang bis nach „Koutsounari“, um Bea im Dolphin-Cafe einen Besuch abzustatten. War wohl nix, Mittwochs Ruhetag, also weiter. Bis „Makrigialos“ hatten wir noch rechtsseitig das Meer und nach einem kurzen Stop ging es in nördliche Richtung nach „Pilalimata, Lithines“ bis „Sikia“. Dieser kleine Ort, ziemlich mittig der Insel gelegen, war die zweitletzte Etappe auf unserem Fahrplan und wir konnten durchatmen. Rena und ihre Tochter Marita waren mehr als sprachlos, als wir plötzlich vor ihnen standen, aber wer jetzt denkt, bei alten guten Freunden kann man einfach nur auf ein Hallo vorbeischauen, hat sich geschnitten. Die beiden waren Gastgeber wie sie im Buche stehen. Alles, was tagsüber gekocht worden war, kam auf den Tisch und Rena ist eine verdammt gute Köchin ...... es gab Kartoffeln mit Karotten und Artischocken mit Dill, Gemista, Paximadi und natürlich süffigen Landwein. Es schmeckte einfach herrlich. Es gab viel zu erzählen und wir vergaßen dabei Zeit und Stunde und auch das Fotografieren.

Schon längst war die Sonne hinter den Bergen verschwunden und wir wollten noch weiter an die östliche Südküste nach Xerokampos. Schnell wurde per Telefon noch ein Quartier bestellt und dann machten wir uns nach einem herzlichen Adio auf . Es wurde eine aufregende Nachtfahrt vorbei an Etia durch die Hochebene von Chandras und über Ziros in vielen Serpentinen runter bis Xerokampos. Als wir an der Südküste ankamen, war es schon stockdunkel aber wir hatten alles ohne Blessuren überstanden. Gleich am Dorfanfang liegt der kleine Supermarkt von Maria. Bei ihr war auch das Appartement bestellt...............von ihr und der Familie bekamen wir noch eine leckere Portion Spagetti und einen Rotwein. Danach fielen wir jedoch ziemlich müde ins Bett.

Alles was dann am nächsten Morgen fürs Frühstück benötigt wurde, gab es gleich unten bei Maria im Supermarkt. So waren wir gut gerüstet für die nächste Tour, die uns bis Zakros und Kato Kakros führen sollte. Wir erklommen die Serpentinen um über Ziros in die Hochebene von Chandras zu kommen. Einen kleinen Stop machten wir auf dem Friedhof von Ziros um unsere Freundin Vera zu besuchen. Sie ist seit November 2004 dort begraben.
Eine wunderbare Ruhe lag über dem Tal und wir fuhren langsam weiter nach Voilá. Es ist ein verlassenes mittelalterliches Dorf. Ein venezianischer Wohnturm und eine kleine doppelschiffige Kapelle sind noch gut erhalten, ausserdem entdeckten wir einen wunderschönen alten türkischen Brunnen, der immer noch Wasser spendet und die umliegenden Gärten versorgt.
Weiter ging es über Katelionas, Sitanos, Karidi, Adravasti und Klisidi runter nach Zakros.
Auf der Fahrt durch dieses Gebiet waren wir ganz allein. Nur hier und da ist uns ein Gemüsebauer begegnet und jedesmal wurde freundlich gegrüsst. Diese mittägliche Stille hat uns einfach nur gutgetan. Bald hatten wir Zakros die wasserreiche Stadt erreicht. Die kräftigste Quelle Ostkretas entspringt oberhalb des Ortes und versorgt die Bewohner mit frischem Wasser. Durch eine tiefe Schlucht bahnt sich das Wasser einen Weg runter nach Kato Zakros.
Unser Besuch und Hallo galt erst aber mal dem Maestro. Er hat auf dem Platz eine kleine Taverne und kann den Besuchern in vielen Sprachen Rede und Antwort stehen. Ausserdem ist er für sein leckeres Ziegenfleisch bestens bekannt. Schnell hatte er eine warme Mahlzeit gezaubert und hat uns einen guten Wein dazu serviert. Lange haben wir mit ihm geplaudert und auch über unsere verstorbene Freundin Vera mit ihm gesprochen. Oft war sie zu ihm nach Zakros gekommen um sich auszutauschen. Etwas nachdenklich und traurig entschieden wir uns, Kato Zakros auszulassen. Wir traten die Rückfahrt nach Xerokampos an. Umgekehrt passierten wir nun die kleinen Örtchen wie Adravasti, Karidi und Sitanos. Am stillen Strand von Xerokampos machten wir einen kleinen Spaziergang und jeder hing seinen Gedanken nach. Als es langsam dunkel wurde, bestellten wir uns in der Taverne Akrogiali eine Abendmahlzeit und ein Glas Wein und kehrten dann in unser Quartier zurück.

Am Freitagmorgen nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Maria und ihrem Mann um die lange Rückreise nach Agia Galini anzutreten. Unser Weg führte uns über Ziros nach Goudouras an die Küste, weiter über Moni Kapsa, Makrigialos, Agia Fotia und Ferma nach Koutsounari. Endlich trafen wir Bea und auch Ralf im Dolphin-Kaffee an. Beim Nachmittagskaffee bzw. Wein, sprachen wir lange über die traurigen Ereignisse mit Vera und Kostas in Xerokampos.

Am späten Nachmittag mussten wir dann aufbrechen, da wir ja noch einige Kilometer vor uns hatten. Über Ierapetra, Mirtos und Ano Viannos fuhren wir Richtung Martha und verpassten den Abzweig nach Skinias (5km zu weit gefahren, egal). Es folgte das lange Ende durch die Mesara und hinter Pirgos verfransten wir uns nochmals, was aber ebenfalls egal war. Im halbdunkeln fanden wir aber doch noch das Hinweisschild nach Agia Deka und von dort waren wir dann doch endlich gegen 21.30 Uhr bei Heidi im Romantika. Obwohl wir Hundekaputt waren, entschlossen wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen und trafen bei der Gelegenheit auf Klaus und wenig später auch noch Martin und Katja, die sich schon ein wenig Sorgen machten, da wir unseren Ausflug von geplanten 3 Tagen auf 5 Tage erweitert hatten. Um 23.30 Uhr erreichten wir todmüde das Erofili und fielen einfach nur noch ins Bett.

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