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Unterkünfte:
Ziele: Ierápetra, Koutsounari, Kato
Horio, Heraklion, Stalis, Exópolis, Arkadi, Paleochóra,
Azogires, Xerokampos
Jassou lieber Kretafreund, in diesem Reisebericht werde ich
mich überwiegend mit unseren Fahrten auf der Insel beschäftigen.
Den Grund dafür kannst Du Dir sicherlich denken? Ich
will mich deshalb auch nicht mit langen Vorreden aufhalten,
sondern sofort mit der ersten Tour beginnen. Zuvor jedoch
noch einige Daten: Anreise am 23.05.2003, relativ gutes Wetter.
24.05. - 29.05.03, relativ sch... Wetter und kalt.
Am 29.05. nun wurden wir gegen 8.30 Uhr durchs Telefon geweckt,
allerdings war das nicht bestellt. Es war Rainer Thiele aus
Ierápetra, bei dem ich ab dem 30.05. ein Auto gemietet
hatte. Aufgrund des bevorstehenden Wochenende wollte er den
Wagen gerne schon einen Tag vorher bringen, wir sollten nur
den Fahrer wieder zurückfahren. Kein Problem, hatten
wir doch sowieso vor uns in Richtung südlichste Stadt
Europas aufzumachen. Der Fahrer sollte gegen 11.00 Uhr MEZ
am Hotel sein und er hatte uns dann endlich gegen 12.00 Uhr
gefunden.
Es war an diesem Morgen sehr bewölkt bis regnerisch,
und wir hatten beide keinen Fotoapparat im Handgepäck.
Es sollte ja auch nur ein kurzer Trip nach Ierápetra
werden. Nun gut, nach einem Kaffee für den Fahrer, einem
netten Griechen, ging es dann los und wir waren nach knapp
45 Minuten an der Südküste. Kurz vor dem Hafen kam
uns zufällig Rainer entgegen mit dem ich ein kurzes Pläuschen
hielt. Da er aber schon wieder einen Termin hatte, mussten
wir auch diesmal auf unser Bierchen bzw. Raki verzichten.

Nachdem wir den Fahrer abgesetzt hatten, fuhren wir weiter nach
Koutsounari, um Bea in Ihrem Dolphin-Café
zu besuchen. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen. Dort
angekommen, regnete es schon etwas heftiger. Nach der Begrüssung
surfte ich natürlich wieder etwas im Internet und die Damen
(wir hatten meine Schwägerin Gudrun mitgenommen) unterhielten
sich. Bea hatte
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an diesem Nachmittag noch einen Termin
und da wir uns vorher nicht bei ihr angemeldet hatten,
sollte es schnell wieder zurückgehen nach Stalis.
Bea war inzwischen schon fort und wir drei sassen noch
einen Moment lang unter dem Vordach. Was sich dann so
nach und nach ereignete kann man fast gar nicht in Worte
fassen. Es goss inzwischen wie aus Eimern und man konnte
fast nicht die Hand vor Augen sehen. Dazu gesellte sich
noch ein Gewitter, wie wir es noch nie erlebt hatten.
Es blitzte und knallte in einer Tour. Als der Regen für
einen Moment schwächer wurde, stürzten wir zum
Auto und wollten so schnell wie möglich heimfahren.
Wir mussten in jedem Fall zurück nach Iérapetra.
Unterwegs sahen wir die Bescherung. Die Uferstrasse war
schon überflutet und jede Menge braunes Wasser kam
aus den Bergen. Das Meer tobte und die Wellen schlugen
weit auf den Strand. In der Stadt |
selbst ging gar nichts mehr. Die tiefer gelegenen Strassen standen
mindestens einen halben Meter unter Wasser. Viele fleissige
Hände waren bemüht einen Ablauf dafür zu finden,
doch es war ein Kampf zwischen David und Goliath. Unser Scheibenwischer
versagte fast seinen Dienst und die Sicht wurde immer schlechter.
Es war eine Irrfahrt und wir landeten schliesslich in den Gemüseplantagen.
Da ging es weder vorwärts noch rückwärts. Ich
glaube alle Griechen waren im Einsatz und versuchten noch zu
retten was zu retten war. Die Sintflut hatte schon grosse Schäden
angerichtet. Manches Treibhaus war schon weggespült worden.........und
irgendwie fanden wir dann doch noch die richtige Ausfallstrasse
nach Agios Nikolaós. Aber selbst auf dieser Strasse ging
es nur im Schneckentempo weiter. Ein grosser Caterpilla musste
immer einige Meter vor uns Schlamm und Geröll beiseite
schieben. Links und rechts die Olivenplantagen und die Strasse
waren ein See. Gestrüpp, umgeknickte Bäume und Oelfässer
schwammen uns entgegen. Unsere grösste Sorge galt unserem
Auto. Das steckte bis hoch zum Kühler im Matsch und Wasser.
Armer Rainer, was würde der wohl sagen? Endlich, als wir
nach fast zwei Stunden mit einer Autokarawane "Kato
Horio" erreicht hatten, war der grösste Stress
vorbei. Wie heisst es so schön: "von nun an ging's
bergab" Vor uns lag die Nordküste und wir sahen schon
von weitem, dass auch hier sehr viel Erde hinuntergespült
worden war. Das Meer war nicht mehr blau und türkis sondern
eine braune Brühe. Alles in allem hat dieser Trip über
vier Stunden gedauert und wir waren froh und erschöpft,
als wir Stalis erreichten. Da uns ja der Fotoapparat fehlte,
können wir keine bildlichen Beweise liefern, aber wer zu
diesem Zeitpunkt in der Gegend war, weiss wovon ich hier berichte.
TREFFEN IN HERAKLION
Bereits am nächsten Tag hiess es wieder früh aufstehen.
Wir hatten uns mit sehr guten Freunden im Hafen von Heraklion
verabredet. Familie Ducke machte seit einigen Tagen schon mit
dem Schiff Inselhopping und sie kamen direkt von Rhodos herrüber.
Kurz vor Heraklion erreichte mich Jens per Handy und teilte
mir mit, dass sie soeben weit draussen an der
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Kaimauer angelegt hatten. Wer dieses lange Ding kennt,
weiss, dass man doch einige Meter laufen muss. Nun gut,
bis wir einen Parkplatz gefunden hatten und gerade an
der Festung waren, kamen sie uns auch schon entgegen.
Die drei, Jens, Ellen und Viktoria hatten leider nur 4
Std. Aufenthalt in Heraklion, so dass wir nicht so viel
unternehmen konnten. Wir entschlossen uns also erst einmal
zu Frühstücken und suchten uns ein Café
an der Platia Venizelou, unweit vom berühmten Morosini-Brunnen.
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Nachdem wir alle gestärkt waren, war bereits eine Stunde
vergangen. Kurzerhand entschieden wir uns für einen gemütlichen
Frühschoppen, blieben vor Ort und hatten natürlich
sehr viel zu erzählen. Die Zeit verging wie im Flug, denn
bereits um
| 11.00 Uhr, also effektiv nur 3 Stunden
Aufenthalt, sollte unsere Freundesfamilie wieder an Bord
sein. Da ich Jens und Ellen die geheimen Kräfte des
Raki näher gebracht hatte, wurde der Rückweg
zum Schiff sehr lustig. Ich möchte behaupten, dass
man gut und gerne zwei Kilometer von der Platia Venizelou
bis ans Ende des Kai's laufen muss! Trotz allem waren
wir pünktlich am Schiff und konnten uns in aller
Ruhe verabschieden. Schlag 12.00 Uhr legte der Dampfer
mit Kurs auf Genua ab und wir fuhren wieder Richtung Stalis.
Da der Weg zu unserem Auto doch sehr lang war, bat meine
Athyna einen älteren Griechen um Mitfahrt. Er hat
uns gerne bis zur Festung mitgenommen. Nach einer kurzen
Kaffeepause am Jachthafen fuhren wir zurück nach
Stalis. Für mich war es einer der schönsten
Vormittage in diesem Urlaub, denn wann hat man schon einmal
ein spontanes Treffen mit Freunden, 3000 km fern der Heimat?
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RICHTUNG WESTEN UND DANN IN DEN SÜDEN
Nach dem Treffen mit unseren Freunden in Heraklion, ging es
nach dem üblichen Knobelsonntag zuerst Richtung Georgioúpolis.
Ich wollte doch alle Beteiligten unbedingt mit Angelika und
Tom in Exópolis bekanntmachen und ihnen das hübsche
Häuschen zeigen.
Gegen Mittag erreichten wir Geo und fuhren
auch gleich weiter über die Brücke nach Exópolis.
Leider war niemand zuhause und wir hinterliessen nur
eine Nachricht und einen Gruss auf einem Brief, den
wohl der Postbote gebracht hatte. Auf dem Rückweg
nach Geo hielten wir noch kurz bei "Blondie",
um den Blick auf's Meer zu geniessen. Nach einer Erfrischung
ging es dann runter zum Fischrestaurant "Arkardi".
Rechts stelle ich Euch mal das Traumhaus meiner Frau
vor. wir sahen es auf dem Rückweg von Exopolis
nach Geo. Es sah aus, als stünde es zum Verkauf.
Aber Tom hat uns dahingehend noch nicht informiert.
:-))
So, und nun noch mal Asche auf mein Haupt: ich muss
zu meiner
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Schande gestehen, ich habe alle Photos auf meiner Kamera gelöscht.
Du musst mit den Aufnahmen meiner Frau vorlieb nehmen. :-((
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Nachdem wir im Arkardi
gut zu Mittag gegessen hatten, ging es weiter Richtung
Westen, an Chaniá und Soúda vorbei scharf
links auf Paleochóra zu, wo
wir unterwegs auf diese Blumenpracht, die links zu sehen
ist, stiessen. Die Geraniengallerie sahen wir in der
Nähe von Florina.
Unser Hotel war wie immer in all den Jahren das Galaxy.
Nach der Begrüssung und einem Willkommens-Raki,
machten wir uns für den Abend frisch und zogen
ins Städtchen.
Da ich zwischenzeitlich mit Horst Schaab, der seit
August 2002 in Azogirés lebt, in Kontakt getreten
war, musste ich natürlich noch in ein Internet-Cafe
um meine E-Mails zu prüfen. Lange Rede kurzer Sinn,
wir hatten uns erst einmal |
irgendwie verpasst! Wir suchten später am Abend unser Hotel
auf und erfreuten uns an den Herrlichkeiten aus Küche und
Keller. Am nächsten Morgen machten wir dann einen ausgiebigen
Spaziergang und schossen einige Photos, hier auf dem Bildband
zu sehen.
Auf dem Rückweg vom Hafen hoch auf
die Festung, kehrten wir auf eine kleine Erfrischung
in dieser Taverne ein. Wir machten Bekanntschaft mit
einem sehr netten Griechen der uns spontan zu einem
Glas Bier einlud. Mit unseren paar Brocken griechisch
und einem Raki bedankten wir uns.
Nach der netten Runde beschlossen wir, am Nachmittag
Azogires in Angriff zu nehmen und nach
Horst Schaab zu fahnden. Nur welches Azogires sollte
es sein? Es gibt nämlich eines in westlicher und
eines in nordöstlicher Richtung? Egal, wir nahmen
das zweite und sahen auf der Durchfahrt ein Auto mit
deutschem Kennzeichen. Wir suchten uns einen passenden
Parkplatz und entdeckten etwas versteckt diese kleine
Kapelle: |
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Als meine Wegbegleitung an der kleinen Kapelle verschwunden
war, machte ich mich allein auf den Weg, um Horst Schaab zu
finden. Ich ging Richtung deutsches Autokennzeichen und hörte
deutsche Stimmen, kurz und gut, ich hatte ihn, seine Frau
und auch seine Mutter, die zu Besuch war, gefunden. Nachdem
meine Nachhut zu uns gestossen war, gab es Kaffee, Bier und
andere Erfrischungen, man erzählte über dies und
das und verabredete sich bis zum nächsten Jahr. (Mit
Sicherheit Horst).
Nach unseren vielen gemeinsamen Reisen haben Athyna und ich
uns dann mal für einen Alleingang entschieden. Vor knapp
zwei Jahren hatte ich über das Internet Vera und Kostas
in Xerokampos kennengelernt und immer wieder
versprochen, sie zu besuchen. Diesmal sollte es wahr werden.
Wir wollten zwar nur auf einen Sprung vorbeischauen, aber
für die Rückfahrt war es dann doch zu spät
geworden und so blieben wir ohne Zahnbürste usw. für
eine Nacht im "Paradies". Wer einmal unten in Xerokampos
war, weiss wieviele Haarnadelkurven zu bewältigen sind
um ans Ziel zu kommen.
Da wir von diesem Fleckchen Erde so begeistert waren, wurden
wir Wiederholungstäter, doch davon berichten wir später.
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