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JASSOU ALCIONIDES 2002
 

Unterkunft: Hotel Alcionidis (Stalis), Ioannis Papadakis (Agia Galini)
Ziele: Bali, Kissamos, Paleochóra, Spili, Agia Galini, Ano Zaros, Karzanos, Milatos, Sissi

Jassou, nach einer langen autolosen Zeit hatten wir uns wieder einen Wagen gemietet. Es waren drei Tage geplant, die uns abermals Richtung Süden bringen sollten. Am Vorabend jedoch fuhren wir erstmal nach Malia-Hafen, um uns bei Elias mit

frischen Fisch verwöhnen zu lassen. Am nächsten Morgen ging es dann schon recht früh los. Zuerst mal Richtung Westen über Heraklion nach Bali, wo wir den ersten kleinen Zwischenstopp einlegten und uns natürlich ein wenig in dem so "namenhaften" Örtchen umsahen. Weiter ging es
dann, vorbei an Réthimnon nach Kíssamos, hier gab es eine längere Pause.
Nachdem wir uns in Kíssamos ein wenig gestärkt hatten, ging es rüber in den Süden nach Paleochóra. Wir hatten ja schon 1996 gesagt: wir kommen wieder. In unserem altbekannten Hotel erfuhren wir dann, dass unser Freund "Pacho" der Pelikan leider tot ist. Wahrscheinlich hatte ihn ein Touri überfahren. Ob es tatsächlich stimmt, wissen wir natürlich nicht.

Den üblichen Spaß mit der abendlichen Stimmung machten wir natürlich wieder mit, um dann am nächsten Morgen nach dem Frühstück die Tour nach Agia Galini anzutreten.

Als erstes passierten wir Spili. Hier gab es eine größere Pause. Unter anderem bestaunten wir den berühmten Löwenbrunnen mit seinen neunzehn Löwenköpfen, aus denen und sechs weiteren Öffnungen das Wasser mit unglaublicher Wucht zutage tritt. Es kommt aus großen Quellen, die sich oberhalb der Stadt befinden. Sehr reizvoll ist auch der ältere Stadtteil, die verwinkelten Gässchen mit Weinranken und üppigen Blumenschmuck.

Von Spili sind es dann auch nur ein paar Kilometer bis Agía Galíni. Auch hier waren wir ja schon mal und hatten so keine Probleme ein Quartier zu finden. Wie damals nahmen wir wieder ein Zimmer bei Ioannis Papadakis, im Totsomondo unten am Hafen. An jenem Abend hatten wir wieder viel Spass und wie fast immer wurde es Morgen, bis wir in unseren Betten waren. Da dieser Tag unser letzter mit Auto war, führte uns der Weg logischer Weise zurück Richtung Norden. Wir steuerten Ano Zaros an,

bekannt u.a. durch seine Forellenzucht und den Limni Botomou einem künstlich angelegten See. Zum Glück waren wir in der Mitte der Woche dort, da diese Gegend am Wochenende für die Kreter als Ausflugziel gilt. Hier konnten wir nochmal wieder richtig die Seele baumeln lassen. Die Forellen schmeckten vorzüglich und das Mythos natürlich auch. Am späten Nachmittag traten wir unsere Heimfahrt nach Stalis an, wo wir dann am Abend hauptsächlich damit beschäftigt waren, von unserer 3-Tagetour zu berichten.

So, dass war jetzt in groben Zügen unsere Tour 2002. In diesem Jahr hatten wir uns allerdings vorgenommen, ein wenig aktiver zu sein als in den Jahren zuvor. Darum stand ein Abend in dem kleinen Bergdorf Kato

Karzanos

Karouzana an, besser bekannt unter dem Namen Karzanos. Man fährt von Stalis aus Richtung Chersonissos, biegt dann auf die neue Umgehungsstrasse ab und fährt bis zur Abfahrt nach Kastelli. Wir Ihr sehen könnt, haben wir in unserem Hotel reichlich Werbung gemacht für diesen Abend. Die ganze Truppe machte sich also auf ins Bergdorf.

In Karzanos selbst findet dann ein griechischer Abend statt, den man mitgemacht haben muss. Es gibt reichlich zu Essen und vor allen Dingen zu Trinken, nämlich hauseigenen Landwein, der einem in 3-Liter Flaschen serviert wird. Die Darbietungen der Folkloregruppe sind teilweise zirkusreif. Leider ist Anfang des Jahres der Hauptakteur Jannis im Alter von 96 Jahren verstorben. In diesem Jahr musste wetterbedingt die ganze Veranstaltung leider in einer grossen Scheune stattfinden, die sich im nachhinein doch als etwas zu klein erwies. Der eine oder andere Teilnehmer meinte zwar, der ganze Spass wäre ja nicht gerade billig (29,--€

pro Person), aber ich meine: wo bekomme ich einen Bustransfer, Essen und Trinken und auch noch ein buntes Programm für 29,--€? Für uns war es jedoch ein sehr gelungener Abend und wir werden auch im nächsten Jahr wieder mit von der Partie sein. Persönliche Meinung: Empfehlenswert, muss man mitgemacht und miterlebt haben!

SONNTAG'S - 11.00 UHR - AUFSCHLAG
Du könntest jetzt sagen, eigentlich hat der Chelmiii ja schon genug über die sonntägliche Knobelei geschrieben. Hast recht, aber in diesem Jahr gelang mir zum wiederholten Mal der absolute Wurf und das muss ich einfach dokumentieren. Wie so ein absoluter Wurf aussieht, siehst Du auf dem Foto rechts.

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MILATOS PER CABRIOLET

Eigentlich hatten wir noch eine Tagestour nach Xerokampos im Südosten der Insel geplant. Unser Autovermieter hatte uns aber am Abend vorher einen Wagen vermietet, der sich bei Tageslicht als ein unzumutbares Vehikel für den Fahrer und die Insassen darstellte. Kurzerhand ließ ich mir das Geld zurückgeben und wir beschlossen, den Tag anderweitig zu verbringen.
Nun sassen wir erstmal vor unserem Hotel, und genehmigten uns auf den Schrecken ein Bier und berieten, wie es denn weitergehen sollte. In diesem Augenblick tauchte eine liebe alte Bekannte auf. Es war Rena, die vor Jahren direkt am Hotel ein Schmuckgeschäft hatte. Mittlerweile ist Sie nach Sikia gezogen. Nach einem kurzen Gespräch schlug Sie vor, uns auf Ihrem Rückweg bis nach Milatos mitzunehmen. Wie das vor sich ging, kannst Du bereits auf den Photos unten sehen. Auf dem Weg dorthin fuhr Rena die Strandstrasse entlang und in Stalis und Malia waren wir natürlich für die Leute der Hingucker.
Einen Pick-Up, der als Cabrio genutzt wurde, hatten bis dahin wohl die wenigsten gesehen. Wir hatten unterwegs einen riesen Spass und kamen nach knapp einer halben Stunde wohlbehalten bei unserem Freund Sokrates in Milatos an. Rena und ich tauschten noch unsere neuen Anschriften aus, wir hatten uns immerhin zwei
Jahre nicht gesehen und dann musste sie auch schon weiter nach Sikia. Wir hingegen begrüssten jetzt unseren langjährigen Freund Sokrates und seine Frau Eleni. Beide zauberten ein tolles Mittagessen für uns und wir genossen die Ruhe in dem kleinen Örtchen, bevor wir uns zu Fuss in Richtung Sissi aufmachten.
Der Weg nach Sissi geht immer am Wasser entlang und ist recht staubig. Das war für uns aber kein Problem, da wir ja eine Rast im kleinen Hafen vor Augen hatten. Nach gut der Hälfte der Strecke staunten wir nicht schlecht. Mitten in die schöne zerklüftet Landschaft hatte man einen riesigen Hotelkomplex gebaut. Das "Minos Imperial". Diese Anlage wurde, ohne Rücksicht auf die Natur, innerhalb eines Jahres aus dem Boden gestampft. Die "lästigen" Felsen waren weggesprengt, diverse Bungalows, ein
Hotel Minos Imperial Haupthaus und eine Badelandschaft errichtet worden, ja sogar einen künstlichen Strand und ein kleines Hafenbecken hat man für diesen 5 Sterne-Schuppen angelegt. Wer es mag, nichts für uns!
Fischerboot im Hafen von Sissi

Nach gut einer weiteren 3/4 Stunde erreichten wir dann Sissi. Der kleine Hafen lud zur Rast ein und wir erfrischten uns mit einem kalten gezapften Mythos. Wir schauten einem Fischer bei seiner Arbeit zu und überlegten, ob wir den restlichen Weg bis Stalis auch zu Fuss gehen sollten? Da es aber nach dem dritten Mythos mittlerweile 17.00 Uhr war, nahmen wir uns doch ein Taxi. Nicht mit dem Taxi, aber mit einem weiteren Klick geht es für euch weiter zum September 2002

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